Naturtage in der Waldwichtelgruppe

Der  Natur mit allen Sinnen auf der Spur sein…“

Da sich die moderne Lebenswelt immer weiter der Natur entfremdet, muss vom Bildungssystem das Erleben der Natur extra organisiert werden, um eine natürliche Entwicklung der Kinder zu fördern.

Dies gilt auch für die Natur als lebendiger „Erlebnisraum.“


Deshalb sind Wald-und andere Naturprojekte wichtiger denn je. Die Natur lieben und schätzen lernen, ist ein Hauptziel der Naturtage im Kindergarten Jägerwirth.

Umwelterziehung bezieht sich auf das Lernen mit allen Sinnen. Wenn das Kind Gefühle für sich und seine Umwelt entwickelt, wird es später auch in der Lage sein, seine Umwelt sinnvoll zu gestalten.
Ein Aspekt der Umwelterziehung ist es, über die Gefühlsebene den Kindern die Natur und ihre Zusammenhänge verständlich zu machen. Sie werden sich dann später für eine sauber, gesunde Umwelt einsetzen, denn jedes Kind hat das Recht auf eine intakte Umwelt und ein natürliches Leben. Die Natur ist als lebendiges und besonders vielfältiges System in herausragender Weise geeignet, Kinder zu befähigen, im Buch der Natur zu lesen.

Joseph Cornell sagt: „ Die nicht zu beschreibende Schönheit einer Blüte, der Anmut eines in den Lüften gleitenden Vogels, das Rauschen des Windes in den Bäumen – irgendwann in unserem Leben berührt die Natur dich… und mich… und uns alle auf eine persönliche Weise.

„Bewegungsraum Natur, Bach und Wald“

Der Naturraum ist keine stolperfreie Zone und das ist gut so.
Denn wer stolpert, lernt auch fallen und wer fallen kann, der ist weniger verletzungsgefährdet, lernt seinen Körper einzuschätzen und kann im Ernstfall auf erlernte Bewegungsmuster zurück greifen.
Das Kind bewegt sich im Naturraum auf unebenem Gelände. Allein diese Tatsache führt zu einer dauernden Schulung des Gleichgewichtsorgans und verhindert eine einseitige Beanspruchung des Bewegungsapparates.
Raumstrukturen in der Natur animieren zur Bewegungsvielfalt und zur Entwicklung der Kreativität.
Der Baumstumpf kann – je nach persönlicher Bedeutungszuschreibung – ein Stuhl sein, ein Tisch, eine Hobelbank (Fantasie wird angeregt)
Man kann auf demselben Baumstumpf sitzen, ihn überspringen, sich bäuchlings darüber legen, die Oberfläche als Arbeitsfläche benutzen und vieles mehr. Mit der sich daraus ergebenden Vielfalt sensorische Funktionen wächst die motorische Sicherheit des Kindes. Das Spielen an der frischen Luft, fördert die Abwehrkräfte und stärkt das Immunsystem.

Kinder haben das Recht die Grenzen ihrer körperlichen Möglichkeiten zu erproben.
Der Naturraum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten.

„So gestaltet sich ein Naturtag in der Waldwichtelgruppe“

In der Regel gehen wir am Montag und Dienstag in die Natur (Bach, Wald, Wiesen) dies ist abhängig von der personalen Besetzung, Wetterlage und Jahreszeitenplanung/Projekte.
Die Plätze in der Natur, werden je nach Wunsch und Interesse der Kinder bestimmt.
Bevor wir den Platz in der Natur bespielen, begrüßen wir ihn mit einem Bewegungslied.
Anschließend gehen die Kinder in Sichtweite zu den Betreuern auf ihre Plätze zum „freien“ Spiel.
Parallel dazu werden von den Betreuern verschiedene Aktivitäten angeboten.
(Schnitzen, Wolle wickeln, Auffädeln von Perlen, Weben mit Gräsern …..)

Wir verabschieden uns von unseren Plätzen und versammeln uns im Kreis zum Händewaschen.
Um ca. 12:00 Uhr sind wir wieder im Kindergarten.

Regeln und Grenzen:
An festgelegten Warteplätzen warten!
Wenn Wege sich kreuzen, warten!
In Sicht- und Hörweite bleiben!
Keine Waldfrüchte und Pflanzen essen!
Kinder sind für ihre Rucksäcke und Brotdosen und Trinkflaschen sowie für Kleidung z.B. Mützen verantwortlich!
Spielzeug von Zuhause nicht in den Wald mitnehmen!
Geschnitzt und gesägt wird unter Aufsicht!
Der Umgangston sollte freundlich sein, ein „Bitte“ und „Danke“ öffnet manchmal Türen!

Vorrausetzungen für unsere Naturtage sind…

Die Kleidung sollte der Jahreszeit Witterung angepasst sein:

Herbst und Winter:
Matschkleidung und Schneeanzug oder Schneehose
Mütze
Handschuhe
Schal
Warme Socken
Ersatzkleidung
(Unterhose, Strümpfe und Leggings.)
Sitzunterlage

Frühling und Sommer:
Lange Hose
Langes Shirt
Socken
(Zeckenschutz)
Kappen
Ersatzkleidung
(Unterhose, Strümpfe und Leggings.)
Sitzunterlage

Empfehlenswert wäre ein Rucksack mit Bauchgurt, um die Wirbelsäule zu schonen.
( Essen und Trinken mit umweltfreundlicher Verpackung.)

…und natürlich gute Laune 🙂 …

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